Die Krimihomepage | Zum kleinen Fisch | Serieninhalt & Hintergrund

Serieninhalt & Hintergrund

Stab & Besetzung

 

Episodenübersicht

#1: Die Erbschaft

#2: Amselpasteten

#3: Schwarzer Calvados

#4: Mord ohne Leiche

#5: Die Unfallserie

#6: Dynamit

#7: Die Wette

#8: Gepanschter Wein

#9: Grüner Afghan

#10: Ehestreik

#11: Höchste Geheimstufe

#12: Brandstiftung

#13: Späte Folgen

ZUM KLEINEN FISCH | SERIENINHALT & HINTERGRUND

Inhalt

Der Marseiller Kommissar Henri Dullac fährt nach Bichet. In dem kleinen, beschaulichen Fischerdorf ist sein Onkel kürzlich verstorben. Die Todesumstände sind mysteriös und der Neffe gerät bald selbst unter Tatverdacht, ist er doch der Erbe des Bistros "Zum kleinen Fisch", das bisher von seinem Onkel betrieben wurde. Dem Dorfgendarmen muss er beweisen, dass er unschuldig ist, was ihm auch gelingt. Dullac lässt sich nach diesem Fall pensionieren und beschließt, im Bistro und in Bichet seinen Ruhestand zu genießen, flankiert von den Charmanten Damen Paulette und Nicole geht dies um so leichter. Er möchte nichts mehr mit Kriminalfällen zu tun haben, da aber die örtliche Polizei häufig mit den Ermittlungen in verschiedensten Fällen, die sich zwischen Rauschgifthandel und Heiratsschwindel bewegen, nicht voran kommt, wird Dullacs Hilfe immer wieder herangezogen.

Hintergrund

Diese Serie mit ebenso unterhaltsamen wie spannenden Geschichten erinnert in ihrer Konzeption stark an die ARD-Reihe "Sonne, Wein und harte Nüsse" mit Erik Ode, die zeitgleich produziert wurde: in beiden Krimiserien geht es um kleinere Delikte, in beiden ist ein pensionierter Kommissar in Südfrankreich der Protagonist, der immer wieder in lokalen "leichten" Kriminalfällen, in denen es um "kleine Fische" geht, mitmischt.
Gedreht wurde die Reihe im Frühsommer 1976 zwölf Wochen lang in Collioure, einem malerischen Fischerdorf am Golf von Lyon zwischen Port Bou an der spanisch-französischen Grenze und Perpignan. Das Produktionsteam verpflichtete fast die gesamten Dorfeinwohner als Statisten und so spielten nicht nur Einwohnerinnen und Einwohner samt deren Kindern mit, sondern sogar der Bürgermeister und der Pfarrer. Das ZDF koproduzierte dieser Reihe mit dem französischen Fernsehen. Produktionsfirma war die Hamburgische Film- und Fernsehproduktion unter der Leitung von Horst Lockau, der für seinen Haussender erfolgreich alle seine Serien großteils im Ausland produzierte ("Percy Stuart", "Im Auftrag von Madame", "Gesucht wird...", "I.O.B. Spezialauftrag"). Das Ausland war meist Spanien, in dieser Reihe kam Frankreich mit hinzu, wobei die Gastdarsteller meist aus dem Land auf der iberischen Halbinsel stammen. Den Drehort suchten Regisseur Herbert Ballmann, Autor Gerd Oelschlegel und Produzent Horst Lockau selbst aus. Nach langer Suche erkoren sie das Bistro "San Vicens" in Collioure aus, das für die Serie zum Bistro "Zum kleinen Fisch" umfunktioniert wurde. Kuriosum: während man drehte, lief der Lokalbetrieb weiter, die Filmemacher teilten das Lokal einfach in zwei Hälften.
Die Resonanz auf die Sendereihe war überwiegend positiv, die Hörzu (11/1977) schrieb z. B., dass manche im Bezug auf die Sendung vom "Frühling im Vorabendprogramm" sprachen. Auch für den kleinen Ort, in dem gedreht wurde, zahlte es sich aus. Das ZDF erhielt nämlich zahllose Anfragen, wo sich das Bistro "Zum kleinen Fisch" tatsächlich befände.
Ein interessantes Detail ist auch, dass der damals noch verheiratete Horst Niendorf und Hannelore Kiesbauer (die Mutter von Arabella), damals 50 und 36 Jahre alt, auch privat ein Paar waren und nicht nur vor der Kamera. Produzent Horst Lockau kam das gerade recht und er besetzte die Rolle von Dullacs Freundin Nicole deshalb mit der attraktiven Wienerin. Der Produzent: "Eine ideale Besetzung! Wir verbanden das Angenehme mit dem Nützlichen". Aber auch andererseits spielte Amor verrückt. So berichtete die Funkuhr (3/1977) damals, dass einige Mitglieder des Filmteams sich mit einigen Schönheiten aus dem Dorf Collioure einließen und Produzent Lockau es locker nahm: "Da kriselte es in so mancher Ehe ...". Sogar der echte Wirt des Lokals, Monsieur C., soll eine Ohrfeige von seiner Frau bekommen haben, als er mit der Produktionssekretärin geflirtet hat.
Text ©: GP, Die Krimihomepage auf Basis alter TV-Zeitschriftenberichte (Hörzu (11/1977), Bild & Funk (3/1977), Funkuhr (3/1977)), Recherche in alten TV-Zeitschriften/ Texte Inhaltsangaben: JO, Die Krimihomepage

Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 18.05.2013

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