Die Krimihomepage SPEZIAL | Klassiker des Fernsehspiels | 1973

"Die Krimihomepage SPEZIAL":
Klassiker des deutschen Fernsehspiels

Das deutsche Fernsehspiel

Fernsehspiele

Kriminalspiele

Kriminalistisches

Deutschsprachige Krimiserien

Fernsehkriminalspiele 1952-1989

Francis Durbridge Homepage

Nichtkriminalistisches

TV Serien anderer Genres

Sonstiges

Aufsätze & Co.

Kontakt

Eine egoistische Liebe

Erstsendung (ZDF):
Sonntag, 25.03.1973, 20.15-22.05 Uhr

Regie:
Wolfgang Liebeneiner

Dauer/ Bild:
110', Farbe

Inhalt

Gertrud Morel, eine starke Persönlichkeit, hängt mit besitzergreifender Liebe an ihrem Sohn Paul, nachdem ihre Ehe nach wachsender Entfremdung in eine gegenseitige Gleichgültigkeit mündete. Deshalb sieht sie es nicht gern, dass der scheue, zurückhaltende Paul eine geistige Freundschaft zur Bauerntochter Miriam Leivers unterhält. Schließlich löst sich Paul von Miriam und geht eine leidenschaftliche Beziehung mit der verheirateten Clara ein, eine Beziehung, die Gertrud Morel wegen ihrer Oberflächlichkeit als keine Bedrohung für das Verhältnis zu ihrem Sohn empfindet. Da erkrankt Frau Morel unheilbar und stirbt einen qualvollen Tod. Damit verliert Paul seinen einzigen Halt ... (Text © JO, Die Krimihomepage)

Wissenswertes

Wiederholt jeweils im ZDF-Nachtprogramm am Mittwoch, 14. August 1974 und am Montag, 9. September 1985. Sehbeteiligung bei der Erstausstrahlung: 44%, Zuschauerurteil: gut.
Gong 12/1973, Seite 57 zur Erstausstrahlung: "Die tragische Geschichte eines Mannes, der durch die erstickende Liebe seiner Mutter unfähig gemacht wird, eine andere Frau zu lieben. Regisseur Wolfgang Liebeneiner, der 1962 erstmal fürs Fernsehen inszenierte, sieht das Fernsehen als Oase für wirklich künstlerische Arbeit."

Kritiken

Gong 14/1973, Seite 18 gibt drei (durchschnittlich) von sechs Punkten: "Ausgrabung eines Einzelfalles. Bei der immer verzweifelter werdenden Suche nach Stoffen gerieten die Dramaturgen des ZDF an den 'Lady Chatterley'-Autor D.H. Lawrence, der seinen Ödipus-Komplex in einem frühen Roman abreagiert hat. Leopold Ahlsen, nimmermüder Bearbeiter von Romanen, versuchte durch vielerlei Vor-, Rück-, Hin- und Herblenden gerecht zu werden. Ob das Schicksal des Bergmannssohnes zwischen seiner Mutter und zwei Frauen das Publikum sehr interessierte, scheint zweifelhaft. Das Problem blieb ein Einzelfall trotz guter Schauspieler wie Christiane Hörbiger und Heinz Baumann."
Hörzu 14/1973, Seite 149/150: "Trenck-Autor Leopold Ahlsen vollzog die Wirrungen 'Einer egoistischen Liebe' nach. Er verdichtete Momente aus Lawrence' Werk zur Spielhandlung. Dabei musste er auf einige der stärksten Szenen verzichten, die wirkungsvollsten und anrührendsten kristallisierte er geschickt heraus. Mit der Besetzung der drei Frauenrollen hatte Wolfgang Liebeneiner (seine Regie verirrte sich manchmal im Gefühlvollen) das große Los gezogen: Irmgard Först, Christiane Hörbiger, Anita Lochner. Diesem dreifachen Aufgebot an subtilster Schauspielkunst konnte Wolfram Weniger nur nachdenklichen Charme und Einfühlsamkeit entgegensetzen. Das war viel."
Funkuhr 15/1973, Seite 29: "[...] ein beeindruckender Fernsehfilm [...]. Dass diese so schwierige, theamtisch quälende Stück über weite Strecken zu fesseln vermochte, lag vor allem an der glänzenden Besetzung. [...]"

Stab

 

Besetzung Aufnahmestab
Paul Morel Wolfram Weniger
Frau Morel Irmgard Först
Herr Morel Heinz Baumann
Clara Dawes Christiane Hörbiger
Miriam Leivers Anita Lochner
Baxter Dawes Klaus Löwitsch
Frau Radford Inge Wolffberg
Frau Leivers Nora Minor
Herr Leivers Helmut Alimonta
Sohn Paul Alexander Korda
Fernsehfilm von Leopold Ahlsen
Nach Motiven aus dem Roman 'Söhne und Liebhaber' von D. H. Lawrence
Musik Artur Sedlmayr
Kamera Götz Neumann
Szenenbild Robert Stratil
Regie Wolfgang Liebeneiner
Eine Sendung des ZDF

Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 01.02.2019

© Die Krimihomepage 2000-2019