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Tragödie auf der Jagd

Erstsendung (ARD):
Dienstag, 28.05.1968, 20.45-22.20 Uhr

Regie:
Gerhard Klingenberg

Dauer:
95', Farbe

Inhalt

Jagdgäste des Gutsbesitzers Graf Karnejew finden die schöne junge Olenka, Mätresse des Grafen und Gattin seines Verwalters Urbenin, mit einem Jagdmesser erstochen auf. Der Verdacht fällt zunächst auf den eifersüchtigen Ehemann, der als alter Mann die ehrgeizige junge Frau geehelicht hatte und von ihr im Stich gelassen wurde. Untersuchungsrichter Kamyschow leitet die Ermittlungen. Er kannte Olenka, hatte sie ihn doch einst geliebt. Aber erst am Tag ihrer Hochzeit mit Urbenin hatte sie erfahren, dass Kamyschow ihre Liebe erwiderte. Das darauf folgende Verhältnis der beiden ging durch Olgas Lebensgier und der Gleichgültigkeit des Richters bald wieder auseinander. Die Affäre mit dem skrupellosen Lüstling Graf Karnejew findet ihren Höhepunkt auf der verhängnisvollen Jagd. Urbenin wird wegen des Verbrechens angeklagt, Untersuchungsrichter Kamyschow stößt bei seinen Ermittlungen jedoch auf einen schrecklichen Verdacht ... (Text © JO, Die Krimihomepage)

Kritik

Bild + Funk 24/1968, Seite 8 gibt drei (durchschnittlich) von fünf Sternen: "Tschechows Roman wurde einfach in epischen Bildern heruntererzählt. Daran krankte das Spiel. Trotz guter Leistungen von Schellow, Karin Baal, Schweiger und Schomberg wurde die dem Buch eigene Atmosphäre der bösen alten Zeit nicht lebendig. Etwas lag's sicher am Bearbeiter Lehman. Dem Regisseur, dem manches zu breit geriet, spielte die Farbe den größten Streich: Sie machte alles so leuchtend, so bunt, milderte das ganze Drama."
Gong 24/1968, Seite 71: "Ein Eifersuchtsstück, subtile Seelenzerfaserung auf dem Hintergrund russischen Adels und Großbürgertums, episch breit, zu breit, ohne straffen Handlungsfaden und ohne dramatische Schlagkraft. Lehman, dem Routinier unter den russischen Fernsehspielautoren, ging es um das farbige Breitwandbild einer absterbenden Gesellschaft. Gerhard Klingenberg stand für dieses psychologisch sorgsam ausgeleuchtete, behutsam inszenierte Spiel eine vorzügliche Besetzung zur Verfügung. In der tragenden Rolle des Untersuchungsrichter glänzte Erich Schellow, der die müde Morbidheit mitbrachte, die für Schellow so typisch ist. Karin Baal gefiel als quicke Olenka, verführerische Nixe voll Lebensgier."
Hörzu 24/1968, Seite 12: "[...] Was für eine Rolle von Erich Schellow! Virtuos nuancierend füllte er sie aus; sein Zynismus war nie oberflächlich glatt, sondern immer untergründig verquält und vielschichtig. Aber auch die übrige Rollenbesetzung stimmte. In Gerhard Klingenbergs Inszenierung entstand ein altrussisches Sittengemälde; impressionistische ländliche Szenen und gedämpftes Kammerspiel wechselten reizvoll ab. Die Farben waren nie Zufall, sondern Einfall, mehr Unterstreichung als Untermalung."

Zusätzliche Infos & Hintergrundinfos

Der Film wurde bereits in Farbe gedreht. Das dramatische Jungwerk Tschechows, 1884 entstanden, blieb sein einziger Roman. Sein Interesse galt weniger dem Kriminalfall, als der psychologischen Gestaltung der darin verwickelten Menschen.

Stab

 

Besetzung Aufnahmestab
Kamyschow Erich Schellow
Olenka Karin Baal
Graf Karnejew Heinrich Schweiger
Zawadzki Walter Kohut
Urbenin Hermann Schomberg
Dr. Wosnessensky Rudolf Wessely
Polycarp Otto Tausig
Nadenka Andrea Jonasson
Polugradow Ernst Stankowski
Kalinin Heinz Frölich
Frau Kalinin Aenne Bruck
Gräfin Karnejew Anneliese Stöckl
General Objeschow Karl-Heinz Peters
Rubaschowa Lotte Brackebusch
Ossipow Hans Pössenbacher
Tina Nurith Yaron
Karpow Josef Hauser
Leonid Kurt Conradi
Ilja Walter Bach
Kusma Ernst Ronnecker
Fernsehspiel von Leo Lehmann
nach

Anton Tschechow

Szenenbild Rolf Zehetbauer
Musik Peter Fischer
Kamera Walter H. Schmitt
Regie Gerhard Klingenberg
eine Produktion des WDR

Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 29.08.2016

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