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Der Befehl

Erstsendung (ORF):
20.01.1967

Regie:
Edwin Zbonek

Dauer:
100'54''

Inhalt

Der Wiener Kriminalbeamte Franz Mittermayer genießt mit seiner sanften Art den besten Ruf. Aus diesem Grund erteilt ihm der Oberpolizeirat der Stadt den Befehl, sich um einen Mord zu kümmern, der sich 25 Jahre zuvor in Amsterdam ereignet hat. Der Auftrag erging von oberster diplomatischer Stelle. In einem renommierten Wiener Hotel trifft Mittermayer den Holländer Jan de Goede, der ihm die Ereignisse schildert. Im Herbst 1942, mitten im Krieg, verteilten er und seine Tochter Flugblätter, die den Nazis nicht passten. Es erging ein Haftbefehl gegen die beiden. Auf der Flucht konnte ein SS-Soldat seine Tochter stellen und schlug ihr mit der Faust ins Gesicht. Die junge Frau verlor das Bewusstsein und stürzte in die Kaisergracht, wo sie ertrank. Der Täter konnte entkommen. Alles, was man von ihm weiß, ist lediglich, dass er Wiener war. In Oberinspektor Mittermayer steigt daraufhin ein bitterer Verdacht auf, denn auch er war zu besagter Zeit als Soldat in Amsterdam stationiert. Der Kriminalbeamte sucht deshalb seinen ehemaligen Oberst auf. Dieser, er heisst Pokorny, arbeitet mittlerweile äußerst erfolgreich als Möbelhändler. In dem Gespräch wird klar, dass Pokorny damals Mittermayer den Befehl zur Verhaftung der de Goedes gab. Unterdessen verfolgen Mittermayers Assistenten andere Spuren, die ebenfalls Erfolg versprechend sind. Mittermayer, fassungslos darüber, dass er die Tat begangen haben soll, reist nach Amsterdam, um sich Klarheit zu verschaffen... (Text © GP, Die Krimihomepage)

Kritik

Als Kriminalspiel getarnte Aufarbeitung der schrecklichen Vergangenheit eines Mannes, der über all die Jahre vergessen hat, dass er ein Mörder ist und nun in einer Funktion arbeitet, in der er über jeden Verdacht erhaben ist. Langsam aber eindringlich zeichnet Regisseur Edwin Zbonek das Psychogramm des Mannes, ohne auf Spannung zu verzichten. Die hervorragenden Darsteller - neben Hauptdarsteller Erich Stöhr - vor allem Walter Rilla, Kurt Sowinetz, Franz Stoss und Oskar Sima, tragen das ihre zu einem gelungenen Film bei. Oskar Sima, hier bereits stark gealtert aber noch immer mit hervorragender, unverkennbarer Stimme, als Ex-SS-Major zu besetzen war sicherlich mutig, aber sehr geschickt und zeigt, welch hervorragender Schauspieler dieser Mann war, der jahrelang in Blödel-Rollen beinahe verkümmerte.  (Kritik © GP, Die Krimihomepage, April 2011)

Zusätzliche Infos & Hintergrundinfos

Der österreichische Regisseur Edwin Zbonek (1928-2006) arbeitete neben seiner Tätigkeit als Film- und Fernsehregisseur vor allem fürs Theater. Seine Karriere begann er allerdings beim Radio, vor er zahlreiche Hörspiele inszenierte. Von Anfang 1960 bis Mitte der 1970er inszenierte er Klassiker am Wiener Theater an der Josefstadt. Krimifans sind vor allem seine Beiträge für die Bryan-Edgar-Wallace-Kinoreihe von Artur Brauner in Erinnerung ("Der Henker von London" und "Das Ungeheuer von London-City").

Stab

 

Besetzung Aufnahmestab
Oberinspektor Franz Mittermayer Emil Stöhr
Jan de Goede Walter Rilla
Oberpolizeirat Franz Stoss
Pokorny Oskar Sima
Poslanetz Kurt Sowinetz
Dwornik Herbert Propst
Kuippers Fritz Schmiedel
Vroom Hans Krassnitzer
Frau Cornelissen Dorothea Neff
Muff Rudolf Roesner
Takatsch Karl Hruschka
Kellner Wolf Neuber
Tod Karl Hellmich
Mutter Mittermayer Maria Mayen
Mädchen Corinne Hochwarter
Bursch Wolfgang Lesowsky
Fernsehspiel von Fritz Hochwälder
Filmkamera Gustav Peuker
Ton Norbert Amort
Aufnahmeleitung Erik Vallensperg
Kamera Peter Jasicek
Werner Fuessl
Johann Tichy
Gerhard Wanderer
Bildschnitt Peter Hohl
Lichtgestaltung Erich Windisch
Ton Gerhard Boote
Technische Leitung Harald Vostrovsky
Studioassistenz Gerhard Seysser
Edith Ressel
Produktionsassistenz Erna Motovillo
Regieassistenz Wolfgang Lesowsky
Musikalische Bearbeitung Hans Hagen
Gesang Kammersängerin Gerda Scheyrer
Kostümberatung Edith Almoslino
Bauten Gerhard Hruby
Herstellungsleitung Lutz Wollek
Produktion Erich Neuberg
Bearbeitung und Regie Edwin Zbonek
Eine Gemeinschaftsproduktion des Österreichischen Rundfunks (Fernsehen)
mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen
und dem Schweizer Fernsehen

Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 07.02.2014

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