Die Krimihomepage | Das deutschsprachige Fernsehkriminalspiel | 1963 | Unterm Birnbaum

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Unterm Birnbaum

Erstsendung (ARD):
Donnerstag, 03.10.1963, 20.15-21.45 Uhr

Regie:
Gerhard Klingenberg

Dauer:
ca. 75', s/w

Inhalt

Dorfwirt Hradschek ist durch die anspruchsvollen Wünsche seiner verschwenderischen Gemahlin Ursel in finanzielle Turbulenzen geraten. Neben den drängenden Geldforderungen seiner Gläubiger setzt ihm auch der Dorfklatsch immer mehr zu. Die verzweifelte Suche nach einem Ausweg endet mit einem Mord: in einer stürmischen Nacht töten und berauben Hradschek und seine Frau den reichen polnischen Kaufmann Szulski. Der plötzliche Reichtum des Wirts und die Entdeckung von Szulskis Fuhrwerk in der Oder verdichten die Verdachtsmomente gegen Abel Hradschek, doch eindeutige Beweise fehlen. Der unermüdliche Dorfgendarm Gelhaar stößt auf eine heiße Spur: die alte Mutter Jeschke hat den Wirt in der Unglücksnacht in seinem Garten beim Ausheben einer Grube beobachtet. Ein Lokaltermin unterm Birnbaum des Gastgartens wird angesetzt ... (Text: © JO, Die Krimihomepage)

Kritik
Gong 42/1963, Seite 26: "[...] Die fein abgestufte Darstellung der Typen innerhalb dieser Geschichte, die in ihrem Mittelpunkt einen raffiniert angelegten Mord stellt, wurde von Herbert Reinecker in die Fernseh-Dramaturgie eingepasst. Die Merkmale des Romans, weise Ironie, trockener Humor und skeptische Resignation, bleiben im bildschirmgerechten Schauspiel erhalten, erfahren sogar noch hin und wieder eine ungeahnte Verdichtung durch die Auswahl der Darsteller und die Identifizierung, welche ihnen mit der Rolle gelingt (eine im Kurzen überwältigende Tilla Durieux als Mutter Jeschke, ein prall-derber Franz Kutschera als Szulski und ein souverän-kaltblütiger Heinz Reincke als Abel Hradschek). [...] Die Arbeit, die sich Heinz Reincke mit seiner Rolle, Gerhard Klingenberg mit der spürbaren Regie und auch Eva Lissa als Ursel Hradschek gemacht haben, brachte im Ergebnis bewegendes literarisches Fernsehen, das den großen Sprung zuwege brachte: Fontanes Dichtung, deren inneres Geschehen auch hier beinahe die äußere Handlung überwog, zu übersetzen, ohne sie einzuengen oder zu filtrieren".
Hörzu 42/1963, Seite 86: "Hätte das Fernsehspiel nicht die bekannte literarische Vorlage, so müsste man es als fesselnden, psychologisch gut fundierten "Krimi" loben. Aber Fontanes Novelle ist doch mehr. Die eigenartig düstere, gespenstische Atmosphäre des Oderbruchs ist nicht nur Kulisse, sondern wesentlicher Bestandteil des Werks. Davon war wenig zu spüren. Nur Eva Lissa, Tilla Durieux und Peter Thom schienen Ureinwohner dieser Landschaft zu sein. Höhepunkt der Inszenierung Gerhard Klingenbergs war das Duell Hradschek (Heinz Reincke) gegen Vowinkel (Paul Klinger) sowohl in der Darstellung als durch die brillant geführte Kamera".
Zusätzliche Infos & Hintergrundinfos
Geschichte eines raffiniert ausgeklügelten Mordes, durch scharfe Beobachtung und fein abgestufte Menschendarstellung mehr als ein üblicher Kriminalreißer.
Am selben Abend auch auf DRS ausgestrahlt, wiederholt im Vormittagsprogramm der ARD am 15.04.1964, am 09.09.1966 auf ARD, am 12.05.1967 auf ARD und am 26.05.1978 auf BR3, sowie am 01.11.1983 auf 1 PLUS und am 19.04.1986, ebenfalls auf 1 PLUS.
Am 12.08. 1964 lief eine ZDF-Fassung des Stücks in der Bearbeitung von Hugo Hartung, ebenfalls unter dem Titel "Unterm Birnbaum", Regie führte Mark Lawton, in der Hauptrolle war Paul Esser zu sehen.
Stab

 

Besetzung Aufnahmestab
Abel Hradschek Heinz Reincke
Ursel Hradschek Eva Lissa
Frau Jeschke Tilla Durieux
Szulski Franz Kutschera
Justizrat Vohwinkel Paul Klinger
Pastor Eccelius Erwin Aderhold
Male Fritzi Seliger
Jakob Fritz Grieb
Ede Peter Thom
Kunicke Georg-Peter Pilz
Ort Walter Feuchtenberg
Mietzel Karl Jan Bockx
Gendarm Geelhaar Otto Bolesch
Amtsrat Curt Faber
Schulze Woytasch Erik Jelde
Totengräber Hans Müller-Westernhagen
Baumeister Günther Kirchhoff
Postbote Fritzleo Lietz
Quaas Friedrich Tartler
Fernsehspiel von Herbert Reinecker
nach dem gleichnamigen Roman von Theodor Fontane
Musik Peter Fischer
Szenenbild Theo Zwierski
Wolfgang Schünke
Produktionsleitung Eberhard Forck
Produktion Wilhelm Semmelroth
Regie Gerhard Klingenberg
eine Produktion des WDR

Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 09.10.2015

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